Die neun Thesen des Thomasson

Einleitung

Die „Neun Thesen“ sind das einzige bekannte Werk, dass der Mönch und Politologe Theophrastos Thomasson geschrieben hatte. Alle anderen Bücher und Schriften in seiner Bibliothek waren von Anonymen oder unbekannten Autoren geschrieben worden. Vermutlich war Thomasson der Bibliothekar des verlassenen Klosters in der Republik Athos. Eine Patrouille von zwölf Rittern, die die Kaufmänner auf ihrer Reise bis zur Burg Polyastros begleiteten, fanden im Jahr des Herrn 1453 das letzte Manuskript der Neun Thesen, in einer stürmischen Nacht als sie im Kloster übernachten. In der Burg fügten Ritter, Kaufmänner und Gelehrten die Seiten zusammen. Der Traktat hatte neun Kapiteln mit folgenden Titeln:

  1. Die Guten, oder jene die Gesetze vorschlagen und exekutive Entscheidung treffen. Sie sollten Vorbilder sein, aber nicht kultisch verehrt werden.
  2. Der Rat der Experten, oder jene die über Gesetzesvorschläge beraten und sie billigen oder ablehnen.
  3. Die Volksvertreter, oder jene die Gesetzesvorschläge beraten und billigen, das Recht auf Änderungsanträge haben und ein Vetorecht gegen den Rat legen darf.
  4. Die Gerechten, oder Sonderrichter die Gesetzesvorschläge im Fall von permanenten Blockaden der Volksvertreter die mit beiden Räte vermitteln und sie zu einem Kompromiss zwingen können.
  5. Die Reichen, oder ihre Börse ist die Staatskassen für Medizin, Ernährung, Behausung, Sicherheitsapparat und Nuturschutz.
  6. Die Starken, oder jene die die Verfassung mit physischer Kraft schützen.
  7. Die Volksbewegungen, oder jene Organisationen die den Willen, Interessen und Meinungen von Sondergruppen vertreten.
  8. Die Prüfer, oder jene Kontrolleure der Machthaber und Verteidiger der Verfassung.
  9. Die Idole, oder wie gewöhnliche Plebejer Vorbilder für Verfassungspatrioten sein können.

Der Mönch beendete das Buch mit Lobrede über das Eine-Alles war und damit war Gott gemeint und war im Form eines kurzen Gebets geschrieben worden, dass das Eine-Alles als den König des Universums anbetet. Darauf wird erwähnt, dass die „Guten“ sich nach dem summum bonum, dem höchsten Gut, also Gott, richten sollten. Die Gelehrten, Ritter und Kaufmänner debattierten neun Sonntage über die Thesen dieses Buches. Die Bruderschaft der Seekaufmänner (Hansa) machten Kopien des Manuskripts und ließen es überall verkaufen.

I. Erster Sonntag: „die Guten“

Esfahanios: Der Mönch will einen „Guten“ oder eine Gruppe dergleichen an die Spitze des Staates setzen. Das erste Kapitel war lang und oft eine Lobrede, wie friedlich und prächtig die Herrschaft der Guten sei.

Ambrosius: Nicht die Guten und Gerechten, ô Esfahanios, regieren die Welt und werden in dieser Welt Lohn, Würde und Glückseligkeit finden, denn die Starken regieren die Welt und Stärke auszuüben führt zur sozialen Verrohung der Sitten. Das Menschengeschlecht wird nicht von der Gerechtigkeit der Götter gelenkt, sondern vom Gesetz der großen, starken, schlauen und reichen.

Esfahanios: Sollten die Guten und Schwachen etwa die Gesellschaft von Idioten vermeiden? Ich glaube doch in jedem Dorf gibt es einen Dorftrottel. Also sollen die Guten sich vor denen hüten. Misstrauisch zu sein bis zum geht nicht mehr ist allerdings genauso gefährlich wie blindes Vertrauen.

Ambrosius: Der Mönch schrieb die Guten müssten sich mit den Starken verbünden. Dass ich nicht lache! Die Starken machen was sie wollen. Wie will er das anstellen?

Esfahanios: Hier steht er wolle die Starken in mehrere Faktionen unterteilen, die sich gegenseitig konkurrieren und kontrollieren. Stärke kann nur durch Stärke kontrolliert werden. Überzeugen kann man die Starken nur mit List. Der Mönch gab Bespiele von den Heiligensagen wo der Heilige Engelbert Eckhard dem mächtigeren Dämon Seth durch sehr schlaue Tricks in das Licht führte und seine Seele zurückerlangte.

Ambrosius: Wären nur die Guten bessere Schachstrategen wie ich! Ihr Schicksal wäre nicht immer im Schachmat!

(Fortsetzung folgt)

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