Das Ideal „amor fati“ und seine Grenzen

Vernachlässigte der Philosoph Friedrich Nietzsches mit seinem potenziellen Hauptideal des menschlichen Lebens „amor fati“ („die Liebe zum Schicksal“) etwa die gesellschaft-lichen Strukturen und der Natur der Prinzipien der Moral (d.i. Gefühl und Geschmack)? Dieser Frage werde ich studieren müssen. Vorbereiten werde ich mich mit Kritikpunkten um bei dieser Forschung vorbereitet zu sein. Dies sind zwar Kritikpunkte a priori, doch es durch diese bzw. meine Ideen im Hinterkopf, dass ich Nietzsche lesen und studieren werde.

§1 Moral hat als zwei Prinzipien 1) die menschliche Psychologie, mit ihrer Empathie, Sympathie, Identifikation, Selbstliebe mit jenen Anderen die das Subjekt kennt, und 2) die menschliche Physiologie, da der menschliche Körper sterblich ist und er nicht an Gegenstände gebunden ist, sowie das menschliche Gehirn nicht allwissend ist, wird daher Töten, Stehlen und Lügen verboten. Die Gesellschaft fordert viele Regeln, doch diese Last der staatlichen Gesellschaft ist notwendig um ein größeres Gut zu erreichen, wie Benedictus Spinoza davon überzeugt ist (siehe Ethica). M.E. ist somit die Moralität eine soziologische Notwendigkeit. Über Nietzsches Standpunkt zu diesen leitenden Tendenzen möchte ich mehr erfahren.

§2 Die Schwierigkeit das eigene Schicksal zu Lieben würde selbst Spinoza zugeben, der das Prinzip „amor fati“ stark befürworten würde. Spinoza schrieb im letzten Satz seiner Ethica, dass alle herrlichen Dinge so schwierig wie sie selten seien. Amor fatiist eine m.E. auch eine Kunst um emotional Erwachsen zu sein. Vielleicht war Nietzsche so sehr davon fasziniert, weil er aus psychologischen Gründen diese Kunst vermutlich schwer beherrschte?

§3 Nach seiner eigenen Natur zu leben wäre die Selbstentlarvung eines Bösewichten. Einer der offen vertrauensunwürdig ist, den vertraut auch niemand und somit wäre der Bösewicht nicht erfolgreich, denn er verheimlicht nicht sein wahres Wesen. Da es aber in der Natur des Bösewichten ist, seine wahre Natur zu verheimlichen, ist das Prinzip „amor fati“ keine Lebensphilosophie für Hypokriten, pathetische Lügner, Betrüger und weiterer unehrlicher Bösewichter.

§4 Nietzsche sah seine Zeit als Dekadent an. Wahre Dekadenz ist m.E. Destruktion der Lebensgrundlage durch Korruption und Konsum. (Deswegen müssen unter anderen in meiner Zeit wo ich das jetzt schreibe Ökologische Ethik muss zur ökologischen Moral werden, weil es Prinzipien geben muss an die eine Gesellschaft manchmal dogmatisch glauben muss um schneller Probleme zu lösen.)

§5 Ist Nietzsches Schicksalsliebe und Lebensbejahung, das was Abraham Maslow „selfactualisation“ nannte?

Julien Sita, 31. Juli 2021.

Standard

Hinterlasse einen Kommentar