Die Politik der Zukunft

Weltweit gibt es Staatschefs dieser Kategorien Populisten, „stongmen„, charismatische Führer etc. Währenddessen verlieren die liberale Demokratie, die Meritokratie und die Technokratie immer mehr an Unterstützung. Völker werden von der Ausstrahlung eines Anführers viel zu sehr animiert ihm und seine Faktion mit Zorn und Eifer zu unterstützen. Wenn im September 2021 im Libanon, Irak und Libyen technokratische Regierungen gibt, bedeutet dies, dass weder ein „starker Mann“ noch ein demokratisches System dem Volk gefallen konnte; teils aus Inkompetenz, teils aus Korruption. In vielen Regionen der Welt wird zunehmend eine energische und machtvolle Regierung herbeigeschworen, mit der Hoffnung komplexe Probleme schnell zu lösen. Eigentlich werden solche Regierungen mit vielen Sondervollmachten in einer Demokratie im Notzustand gebildet. Die Korruption und Inkompetenz vieler Politiker haben viele Leute ihren glauben an mehrere Institutionen erschüttert. Die Demokratie muss also Kompetenz zeigen, auch mit großen Mitteln.

Die Demokratie hatte sich seit der Aufklärung vor zweihundert Jahren oft durchsetzen können. Heute muss gezeigt werden wie demokratische Ideale in der konkreten Realität funktionieren. Alleine schon die Destruktion des Diskurses wird immer sichtbarer; es findet weniger Debatten und mehr Streit. Politische Lager werden zu (manchmal) eingebildeten Erzfeinden aufgeblasen. Wenn vernünftige Diskussionen zwischen Bürger nicht mehr möglich sind, ist die Demokratie in Gefahr.

Julien Sita, 14. September 2021.

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